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Eigenes Relais aufsetzen

Ein Relais ist ein kleiner Dienst, der verschlüsselte Zettel zwischen den Geräten weiterreicht. Es kann die Zettel nicht lesen. Kim-sync spricht das offene Nostr-Protokoll, deshalb passt jedes gewöhnliche Nostr-Relais.

Du brauchst: einen kleinen Server mit eigener Adresse (zum Beispiel ein Mini-Server bei Hetzner, IONOS oder netcup, die kleinste Stufe reicht), eine Domain wie relais.deinname.de, die auf den Server zeigt, und einmal etwa eine halbe Stunde.

1. Relais-Programm starten

Das Programm strfry ist klein, schnell und bewährt. Auf dem Server, mit Docker:

mkdir -p ~/strfry/data && cd ~/strfry
docker run -d --name strfry --restart unless-stopped \
  -p 127.0.0.1:7777:7777 \
  -v ~/strfry/data:/app/strfry-db \
  ghcr.io/hoytech/strfry:latest

Quelle und Anleitung des Programms: github.com/hoytech/strfry. Alternativen: nostr-rs-relay oder jedes andere Nostr-Relais.

2. Verschlüsselte Adresse (wss://) davorsetzen

Kim-sync verbindet sich nur über wss://. Dafür sorgt ein Vermittler mit Zertifikat, zum Beispiel Caddy, der das Zertifikat selbst holt:

docker run -d --name caddy --restart unless-stopped --network host \
  -v ~/caddy:/data caddy:latest \
  caddy reverse-proxy --from relais.deinname.de --to 127.0.0.1:7777

Die Domain muss vorher auf den Server zeigen (DNS-Eintrag A/AAAA). Die Ports 80 und 443 müssen offen sein.

3. In Kim-sync eintragen

Einstellungen → Relais → bei „Meine Relais“ die Adresse wss://relais.deinname.de eintragen → „Relais speichern“. Die Lampe oben wird grün, sobald das Relais antwortet.

Wer eine Gruppe leitet, gibt seine Relais automatisch an alle Mitglieder weiter. Ein zweites Relais als Ersatz eintragen reicht: Fällt eines aus, läuft das andere weiter.

Nur bestimmte Geräte zulassen

Ein gewöhnliches Relais nimmt Zettel von jedem an. Wer es nur für die eigene Gruppe offen halten will, schaltet im Relais die Anmeldung mit Schlüssel ein (bei strfry über ein Zulassungs-Skript, Stichwort „write policy“, oder NIP-42). Dann kommt nur hinein, wessen Geräteschlüssel auf der Liste steht. Diese Liste pflegst du auf dem Server; Kim-sync zeigt den Geräteschlüssel unter „Wer ist im Raum“ als Sicherheitsnummer, der eigentliche Schlüssel steht in der Sicherungsdatei und im Siegel.

Oder ein öffentliches Relais

Wer keinen Server betreiben will, wählt in den Einstellungen ein öffentliches Relais. Es steht jedem offen, begrenzt Größe und Tempo, und alte Zettel können dort verschwinden. Die Inhalte bleiben trotzdem verschlüsselt.