ℹ️ Was ist die Pinnwand?
In einem Satz: ein schwarzes Brett. Du heftest eine Frage an, andere
Geräte sehen sie und hängen ihre Antwort daneben.
Was daran anders ist als bei WhatsApp & Co.
Bei WhatsApp läuft jede Nachricht durch die Rechner einer Firma —
mit Konto, Anmeldung und jemandem, dem das alles gehört. Hier gibt es das
nicht. Die Pinnwand leiht sich frei zugängliche „Bretter“ im Netz
und hängt den Zettel dort hin: kein Konto, keine Anmeldung, keine Firma dahinter,
niemand verdient daran — fällt ein Brett aus, nimmt die App ein anderes.
Wer mitlesen kann — das bestimmst du
Kurz gesagt: das offene Brett ist wie ein öffentlicher Beitrag auf
Instagram oder Facebook — sichtbar für alle, die dort sind. Daneben gibt
es einen Privatraum und den Weg an einzelne Kontakte.
Bei WhatsApp können ja auch nicht alle mitlesen, sondern nur die, die du als
Kontakt hast. Genauso ist es hier — du wählst den Raum:
- 🔓 Offenes Brett (Voreinstellung). Der gemeinsame, öffentliche
Raum. Alle, die dieses Brett benutzen, können mitlesen. Das ist
nicht „das ganze Internet“: wer ein anderes Brett benutzt, sieht
deine Zettel gar nicht. Aber du kennst die Leute auf dem öffentlichen Brett
nicht — also nichts Privates hineinschreiben.
- 🔒 Privates Brett (Passwort). Der Privatraum. Dein Zettel liegt
weiter auf demselben Brett, ist aber verschlüsselt: lesen kann ihn nur,
wer dein Passwort hat — alle anderen, auch das Relais, sehen nur Zeichensalat.
Ehrlich dazu: dass ein Zettel da ist und von welchem Gerät,
bleibt sichtbar. Geschützt ist der Inhalt.
- ✉️ „Privat an“ (einzelne Kontakte).
Ende-zu-Ende verschlüsselt — genau wie bei WhatsApp. Nur die
gewählte Person kann es öffnen, sonst niemand.
⚠️ Zwei ehrliche Grenzen — unabhängig vom Modus:
- Nichts bleibt garantiert. Die Bretter gehören anderen; ein Zettel kann
jederzeit verschwinden. Kein Archiv, keine Sicherung.
- Kein Spam-Schutz. Auf einem offenen Brett kann auch Unsinn ankommen.
Was „nach Bedeutung sortieren“ macht
Normalerweise stehen Antworten so da, wie sie eintreffen. Auf Knopfdruck sortiert die
App sie danach, wie gut sie zur Frage passen — nicht nach Stichwörtern,
sondern nach Sinn. Dafür lädt sie einmalig ein kleines Sprach-Modell
(~30 MB) und rechnet danach auf deinem Gerät. Nur auf Knopfdruck —
von allein nie.
Ehrlich dazu: das ist eine Rangfolge, kein Urteil —
„passt eher“, nicht „ist richtig“. Wer ein echtes Urteil will
(dass „alkoholfrei“ das Gegenteil von „mit Alkohol“ ist), kann
freiwillig den KI-Richter zuschalten. Drei Stufen, keine zwingt zu bezahlen —
ohne all das funktioniert die Pinnwand vollständig. Ein eigener Schlüssel
wird nur mit dem Häkchen „auf diesem Gerät merken“ gespeichert, und
dann nur dort.
Technische Einzelheiten (für Interessierte)
Ehrlich: Beweist, dass Frage→Antwort über das geborgte Brett läuft (NIP-01-Reply via e-Tag). Immer noch öffentlich (jeder Relay-Leser sieht Fragen + Antworten), keine garantierte Haltbarkeit, kein Spam-Schutz. Bedeutungs-Sortierung (Knopf oben) ist optional: erst auf bewusste Nutzer-Aktion lädt das Embedding-Modell (Modul 03, Xenova/multilingual-e5-small) — das ist der einzige Teil, der ein CDN/Internet nutzt (einmalig ~30 MB, dann im Browser-Cache); es sortiert nach Nähe zur Frage und filtert nichts weg, fail-soft. Der Score ist ein zentrierter (whitened) Cosinus: der gemeinsame Mittelwert-Vektor wird abgezogen, damit der Inhalt entscheidet und nicht die Hülle (gleiche Sprache/Stil) — Hintergrund: Anisotropie-Befund, docs/LEHRE-EMBEDDING-MATCH-KALIBRIERUNG.md. Hier mit lokal wachsendem Referenz-Schwerpunkt (die netzweite Konstante liefert erst Bau „Modul 04 Whitening"). Ehrlich: dieser Cosinus ist eine Rangfolge (was näher dran ist, steht oben) — kein Verwandt-/Unverwandt-Urteil; die Messreihe (LEHRE-Doc) zeigt, dass der gratis Cosinus verwandt von unverwandt nicht zuverlässig trennt. Das echte Urteil liefert der KI-Richter (⚖️), eine zweite, optionale Stufe: er versteht Absicht/Verneinung („alkoholfrei = KEIN Alkohol"), was der Vektor nicht kann. Drei Stufen, keine erzwingt Bezahlung: (1) gratis & überall — lokales Embedding; (2) gratis, gerät-hungrig — KI im Browser (WebLLM, Modell-Wahl Trabant→Mercedes; lädt Bibliothek + Modell einmalig aus dem Netz, dann im Cache; langsamer + nicht ganz so stark wie die Cloud); (3) bezahlt & am stärksten — Cloud mit eigenem Schlüssel. Der Schlüssel wird nur mit Häkchen „auf diesem Gerät merken" lokal gespeichert (localStorage, im Klartext, nur auf diesem Gerät — kein Server, kein Tracker); Häkchen weg = sofort gelöscht. Krypto bleibt lokal vendoriert.